Fahrradtour des Ortsverbandes Siegen (04.Juli 2020)

In unserer letzten Videokonferenz kam der Wunsch auf, eine Radtour durch Siegen zu organisieren, bei der wir uns einmal bereits geplante Bauvorhaben und solche, die wir noch entwickeln möchten, genauer unter die Lupe nehmen. Gesagt, getan. Unser Bürgermeister Steffen Mues und Arne Fries als Landratskandidat waren von der Idee begeistert und sind selbstverständlich mitgeradelt.

Wir sind um 10:00 Uhr auf dem Parkplatz beim Cafe del Sol gestartet und haben uns zunächst den Baufortschritt beim nahegelegenen Timberjacks angeschaut. Hier soll es – so der ambitionierte Plan – noch vor Weihnachten die ersten Steaks für die Siegener Bürgerinnen und Bürger geben. Der für Timberjacks typische Blockhaus-Stil ist schon gut zu erkennen und die ersten Chalets stehen bereits. Wir freuen uns, dass wir Timberjacks für Siegen gewinnen konnten und sind überzeugt, dass der Mix aus Beef, Beer, Rock‘n‘Roll und Rocky-Mountain-Feeling die Region bereichern wird.

Aus der Numbach führte uns die Tour rauf auf den Wellersberg. Hier soll an der Panzerstraße ein Neubaugebiet auf dem ehemaligen Munitionsdepot entstehen. Begeistert von dem tollen Gelände und der einzigartigen Aussicht auf die Mitte Siegens waren sich alle Radler einig, dass es richtig ist, dieses Vorhaben auf den Weg gebracht zu haben und es nun zügig voranzutreiben, damit in einigen Jahren hier die ersten Spatenstiche stattfinden können.

Nächster Halt war das Fürst-Johann-Moritz-Quartier in der Siegener Unterstadt. Hier wird auf einem 4000 qm großen Areal ein Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage errichtet. Auf der untersten Ebene werden viele neue Räumlichkeiten für Gastronomie entstehen. In den oberen Etagen sind u.a. Büro- und Seminarräume für die Universität Siegen und neue Wohnungen geplant. Auf unserem Foto ist gut zu erkennen, dass die stadtbildprägende Platane im Hintergrund erhalten bleibt, wo wir sehr stolz drauf sind. Der Neubau soll bis Anfang 2022 fertiggestellt sein.

Wenige Meter von der Baustelle entfernt gelangten wir zum Siegener Herrengarten. Im Zuge des Städtebauförderprojektes – bei dem auch die Bürger an der Gestaltung beteiligt gewesen sind – steht der Abriss des Komplexes und die Herstellung als öffentliche Platz- bzw. Grünfläche an. Neben dem neu gestalteten Siegufer und der damit verbundenen städtebaulichen Aufwertung des gesamten Umfeldes wird die Aufenthaltsqualität an dieser Stelle nochmals enorm gesteigert. Wir sind überzeugt davon, dass hier ein Ort der Ruhe und Erholung geschaffen wird, der sich als ideale Ergänzung zu den hochfrequentierten Einkaufsstraßen etablieren wird.

Aus der Unterstadt ging es weiter steil bergauf bis zum Schlosspark des oberen Schlosses. Hier werden in den nächsten Jahren viele Millionen Euro verbaut und so wird im Zuge der Erweiterung der Anlage u.a. ein wunderschöner und bisher in der Region nie dagewesener Spielplatz entstehen. Auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Jugendherberge entsteht einer Spielfläche, die über drei terrassenartig angeordnete Plateaus reichen und Platz für die Errichtung eines großen Klettergerüstes im Stile einer Burg- und Wehranlage schaffen wird. Die Umsetzung weiter Teile der Spielfläche orientiert sich 1:1 an den Wünschen vieler Siegener Kinder, die bei der Gestaltung mitwirken durften. Durch die sanft abfallende Liege- und Spielwiese und die barrierearme Gestaltung sollen künftig alle Altersgruppen das Areal nutzen können. Die Entstehung dieses traumhaften und einzigartigen Spielplatzes zeigt, wie in Siegen aktive Bürgerbeteiligung auch der Kleinsten in unserer Gesellschaft gelebt wird.

Das Ziel der Radtour lag am Bürbacher Giersberg, es standen also nochmals ein paar Höhenmeter auf dem Programm. Nachdem es zuletzt einige Irritationen in Bezug auf die geplante Erweiterung des Neubaugebietes gegeben hatte, war es uns ein großes persönliches Anliegen, hier noch einmal die Gegebenheiten zu prüfen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die CDU richtig gehandelt hat und die erste Ausarbeitung der Verwaltung zur Erweiterung so nicht akzeptiert hat. Wir finden es wichtig, das Wäldchen zu mindestens 95 % nicht anzutasten und als Naherholungsgebiet zu erhalten. Hier darf nicht um jeden Preis Bauland entstehen, wir fordern eine sorgsamere Planung. Daher erwarten wir nun ganz gespannt die neue Vorlage der Verwaltung, welche eine Bebauung präsentieren wird, die ökonomisch sinnvoll und nachhaltig ist und das ökologisch wertvolle Wäldchen berücksichtigt.